Tour 1 - Nordthailand

24.11. - 05.12.2017

2350,00 Euro pro Teilnehmer (ohne Flug), Beifahrer/in auf Anfrage,

Einzelzimmerzuschlag 390,00 Euro

Haben Sie Fragen zur Reise? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.



Unsere Leistungen die im Tourpreis enthalten sind.

  1. Deutsche/thailändische Reiseleitung
  2. Motorradmechaniker
  3. Begleitfahrzeug als Servicewagen und Gepäcktransport.
  4. Meist schön gelegene Hotels und Gästehäuser. Übernachtung im Doppelzimmer (keine Zeltübernachtungen), Einzelzimmer gegen Aufpreis von 390,00 Euro/Nacht.
  5. Motorräder Kawaskai KLX 250 und Kawasaki Dirttracker 250 ccm, eventuell sichere atmungsaktive Bekleidung ( Dainese mit Protektoren ) falls nicht vorhanden (gegen geringen Aufpreis von 50 € ).
  6. Diverse Exkursionen. Landesübliche Versicherung.
  7. Frühstück und Mittagessen inkl. Softdrinks.
  8. Eintrittsgebühren in Nationalparks, Sehenswürdigkeiten usw.
  9. Beratung und Planung bei gewünschter Reiseverlängerung. Badeurlaub oder Besuch vom Tempel Angkor Wat in Kambodscha.

Nicht im Tourpreis enthalten.

  1. Benzin (Liter ca. 95 Cent), Verpflegung pro Tag ca. 15,00 Euro, Kaution für Fahrzeugschäden begrenzt auf 700,00 Euro.
  2. Abendessen und alkoholische Getränke.
  3. Flugtickets.
  4. Reiseversicherungen wie Krankenhaus – Reiserücktritt - Rücktransportversicherung und Reisegepäckversicherung.

 

Tourprofil:

Gesamtstrecke: ca. 2000 km
Tagesetappen: zwischen 150 - 220 km
Unterkunft: Landestypische Hotels der normalen bis mittleren Klasse, meist idyllisch gelegen und fern vom üblichen Tourismus, EZ-Zuschlag 390 €.
Klima: subtropisch, bestes Motorradreisewetter, meistens sonnig, tagsüber zwischen 20 – 30 C°, nachts ca. 10 - 20 C°, abhängig von der jeweiligen Wetter und Höhenlage, Regenwahrscheinlichkeit bei 5 %
Motorräder: Kawasaki KLX 250 ccm Viertackt (siehe Bildergalerie), auf Wunsch haben wir auch tiefer gelegte Enduros zur Verfügung, SB. 700 € bei Unfallschäden (wir sind wegen einer Schramme nicht so kleinlich...mit uns kann man reden) Die Tour wird durch einen Mechaniker begleitet. Unser Begleitfahrzeug folgt der gesamten Tour und transportiert das Gepäck, Werkzeug sowie Ersatzteile. Eine Abschleppvorrichtung kann notfalls ein defektes Motorrad aufnehmen. Im Begleitfahrzeug ist der Beifahrerplatz für einen Beifahrer/in reserviert.
Fahrkönnen: Enduro Erfahrung ist nicht unbedingt erforderlich, der Fahrer/in sollte auf Asphaltstraßen sicher unterwegs sein. Unsere Touren sind so aufgebaut, das auch ein Fahrer / in welcher/e noch nie auf einer Enduro gefahren ist schnell mit der Maschine klar kommt und mit Spaß die Routen bewältigen kann.

Unsere Veranstaltungen sind keine Racing - Motocross Wettbewerbe oder Paris – Dakar Rallys.
Die Straßentour

Motorradtouren zu 90 % auf Asphalt. Gefahren auf Kawasaki KLX 250 ccm. Warum keine größere Maschinen? Die Straßen Nordthailands sind nicht immer in Top Zustand. Immer wieder kommt es vor das Teilstrecken uneben sind. Manchmal sind sie unterbrochen und der Asphalt geht schon mal in eine Schotterpiste über. Dann ist eine handliche flinke KLX angenehmer als eine 600 er zu fahren. Der nächste große und nicht zu verachtende Vorteil ist wenn es doch einmal Bodenkontakt geben sollte. Bei einer großen Straßenmaschine kann es erheblich teuer werden. Bei einer Enduro kommt man zu 99 % glimpflich davon. Schau Dir mal einige unserer Videoclips an dann verstehst Du noch besser was wir meinen. So eine Kawa geht auch bis knapp 130 km/h. Sollte jemand mit Sozia fahren wollen: Fragen Sie uns! Wir können auch Hubraum-stärkere Fahrzeuge besorgen.

Ein Sturz wie dieser kostete mit einer KLX ca. 20 € Ersatzteilkosten

Off Road Light.

Diese Tour ist ein Mix aus Straßen - und Off Roadtour. Der Hauptanteil wird auf befestigten Straßen gefahren. 70 % zu 30 %. Die Geländepisten sind relativ einfach aber mit großem Spaßanteil zu fahren. Stressfrei für Leute die es nicht so heftig wünschen.

Wichtige Information

Bei Motorrad Abenteuer Reisen haftet der Teilnehmer bis max. 700 € pro Fahrzeug . Sollten sie die Reise jedoch auf eigene Faust oder mit anderen Veranstaltern unternehmen wollen bedenken sie das hohe Risiko im "Falle eines Falles". Bei einem Leihfahrzeug eines einheimischen Vermieters tauchen zu 99% in der Regel folgende Probleme im Falle eines Unfalles auf:

  • Meistens sind die Fahrzeuge nicht versichert bzw. noch wichtiger nicht registriert (fehlendes Nummernschild etc.).
  • Der Mieter ist der Sprache, der Schrift sowie der thailändischen Gesetzgebung (welche sich von unserer extrem unterscheidet) nicht kundig.
  • Sollte das Mietfahrzeug beschädigt, Totalschaden oder von der Polizei beschlagnahmt (ist nach einem Unfall üblich) werden, so ist der Mieter (der Reisepass muss bei Anmietung eines Fahrzeuges hinterlegt werden) für den entstandenen Schaden voll verantwortlich. In der Regel stellt der Vermieter mit Unterstützung der Polizei seine Ansprüche an den Mieter. Meistens den Neupreis des Bikes ca. 3500 € - 6500 € sowie vor allem den entgangenen Profit durch seine dann hochgerechnete verlorenen Mieteinnahmen (bei diesen Rechnungen kommt dann so mancher aus dem Staunen nicht mehr heraus).

Seien sie deshalb vorsichtig. Diverse Veranstalter und Vermieter verschweigen bei Anfrage gerne diese Punkte. Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, ist es meistens zu spät.

Wir hoffen, dass diese Information hilfreich war und würden uns freuen Dich auf einer unserer Touren begrüßen zu dürfen.

Mit sportlichen Grüßen

Das M.A.R. Team

Die Streckenführung / Straßentour.

Start in Chiang Mai – Nan – Phu Chi Fa – Chiang Khong – Goldenes Dreieck, Chiang Rai, Mae Sai - Doi Tung – Doi Maesalong – Thaton – Doi Angkan – Chiang Dao – Pai – Mae Hong Son – Mae Sariang – Mae Cham , Doi Ithanon – zurück nach Chiang Mai ca. 2200 km.

Reisebeschreibung unter Vorbehalt.

Chiang Mai – Nan.

Chiang Mai bis Nan ist die längste Strecke auf unserer Tour. Wir fahren knapp 300 km und erreichen die Stadt Nan am frühen Nachmittag. Unser Hotel liegt in der Stadtmitte hat recht nette Zimmer und ein hervorragendes Restaurant. Wir bleiben 2 Nächte.

Nan und Umgebung.

Am nächsten Tag fahren wir auf hervorragenden Kurvenstrecken durch den Doi Phu Kha Nationalpark. Besuchen die Millionen Jahre alte verwunschene Landschaft Sao Din und sind am Spätnachmittag zurück in Nan. Zeit sich noch ein wenig in dem Ort mit seinen alten Tempeln umzuschauen.

Nan – Chiang Khong.

Am frühen Morgen geht es dann durch den Tham Sakoen Nationalpark zum Berg Phu Chi Fa. Vom Gipfel haben wir einen hervorragenden Ausblick über die Bergketten des National Parks. Weiter geht’s dann nach Chiang Khong der Grenzstadt zu Laos am Mekong Ufer gelegen. Seit 1994 benutzen wir hier die Fähre um unsere legendären Laostouren zu fahren. Momentan wird eine neue Friendship Bridge 3 über den Mekong gebaut. Sie soll 2013 fertig gestellt werden.

Die Brücke im Bau. Bild 2012.
Die Brücke im Bau. Bild aus 2012.

Chiang Khong – Chiang Rai.

Auf einer Terrasse hoch über den Mekong nehmen wir unser Frühstück ein. Danach geht es über Chiang Saen – zum „Goldenen Dreieck“. Chiang Saen ist der wichtigste Handelspunkt zwischen China und Thailand. Hier legen täglich die Frachtschiffe die auf ihren abenteuerlichen Routen den Mekong herunter kommen an. Gegen Mittag erreichen wir die Grenzstadt zu Burma – Mae Sai, zugleich der nördlichste Punkt Thailands. Wir halten uns nicht lange auf den die Berge rufen. Auf einer unglaublich schönen Kurvenpiste geht es hoch auf den Berg Doi Tung. In fast 2000 Meter Höhe genießen wir die frische Luft und die schöne Aussicht über die Berge Thailands und Burma.

Auf dem Weg zum Berg Doi Tung.
Auf dem Weg zum Berg Doi Tung.
Kurioses auf Doi Tung. Der Dämon Präät
Kurioses auf Doi Tung. Der Dämon Präät                               

Hier oben hatte des König Bhumipols Mutter ( Mae Fa Luang, königliche Himmelsmutter ) nicht nur ihren Palast sondern auch einen wunderschönen Garten und Park angelegt. (Ihre königliche Hoheit Somdet Ya verstarb im Alter von 94 Jahren, am 18.07.1995, in Bangkok und wurde am 01.03.1996 auf dem Platz Sanam Luang in Bangkok eingeäschert.)

Sollte unsere Zeit noch reichen werden wir einen Spaziergang durch die Gartenanlage machen. Ziel ist heute die Stadt Chiang Rai. Wir wohnen im Zentrum und besuchen am Abend den Nachtmarkt wo wir auch unser Abendessen einnehmen. Ein tolles Erlebnis ist die verschnörkelte Uhr im Herzen Chiang Rais. Man sollte entweder um 19.oo / 20.oo oder 21.oo die Uhr aufsuchen. Es lohnt sich.

Mae Fa Luang des Königs Mutter.

The Watchtower

Chiang Rai – Thaton.

Als erstes besuchen wir den weißen Tempel Wat Rong Khun.Die Konzeption des Tempels geht auf den thailändischen Architekten Chalermchai Kositpipad zurück. Durch die weiße Farbe der Mauern und vieler Fenster wirkt der Tempel ungewöhnlich. Weiß ist eine traditionelle Farbe der Trauer in Nordthailand, hier aber wird sie als Buddhas Reinheit interpretiert.

Dieser Tempel ist ein Highlight für alle Fotoenthusiasten.

Chiang Kai-Shek

Danach wollen wir wieder die Berge befahren und es geht zu einem der höchsten Berge Nordthailands dem Doi Mae Salong. Dieses Gebiet ist komplett in chinesischer Hand. Hier haben sich die Kuomitang angesiedelt.

Als der damalige General Chiang Kai-Shek von Mao Tse Tung während der Kulturrevolution vertrieben wurde, siedelten sich seine Soldaten mit ihren Familien auf dem Doi Mae Salong an.

Chiang Kai-Shek war ein chinesischer Militär und Politiker in der Zeit nach der Xinhai-Revolution. Er war mehrmals, sowohl auf dem Festland als auch auf Taiwan, Präsident der Republik China sowie Marschall und Generalissimus von China.

Hier in diesem Gebiet war ein weiterer Ex-Soldat chinesischer Kuomintang-Truppen und berüchtigter Drogenbaron tätig. Khun Sa einer der meist gesuchtesten Verbrecher der achtziger Jahre. Khun Sa betrachtete sich als Freiheitskämpfer, der mit seiner 15 000 Mann starken Mong- Tai-Armee die staatliche Unabhängigkeit seines Shan-Volks von den Generälen in Rangun erstreiten wollte. 1967 war er mit seiner Privatarmee in Kämpfe mit Teilen der Kuomintang verwickelt.

Nach mehreren entscheidenden Niederlagen war seine Armee fast am Ende. 1969 wurde er vom burmesischen Militär verhaftet. Nach der gelungenen Geiselnahme zweier russischer Diplomaten, durchgeführt von seinem Stellvertreter, kam er 1973 in Freiheit. 1976 war er wieder aktiv im Drogenschmuggel und in der Drogenproduktion in seinem neuen Hauptquartier an der thailändisch-burmesischen Grenze in Ban Hin Taek in der Nähe von Doi Mae Salong. Er führte parallel einen bewaffneten Kampf für größere Autonomie des Shan-Volks gegen die burmesische Militärregierung und gegen seine Todfeinde, die Milizen der United Wa State Army. 1982 wurde Khun Sa nach dreitägigen heftigen Kämpfen von der thailändischen Armee aus Ban Hin Taek vertrieben. 1985 gründete er mit anderen Shan-Rebellen die Mong Tai Army. Sein neues Hauptquartier legte er in die Berge, nördlich der thailändischen Provinz Mae Hong Song.

1989 wurde Khun Sa wegen der illegalen Einfuhr von 1000 Tonnen Heroin in die USA in Abwesenheit angeklagt. Khun Sa bot daraufhin der US-Regierung seine ganze Heroinproduktion zum Kauf an. Die Shan seien von der Heroinproduktion abhängig, wäre dies doch die einzige Möglichkeit, ihren Kampf gegen die burmesische Militärdiktatur zu finanzieren. Die USA lehnten ab.

1994 kam es zu der „Operation Tiger Trap“ geführt durch die amerikanische Drug Enforcement Administration (DEA). Am 27. November 1994 wurden Anhänger von Khun Sa in der Provinz Chiang Rai / Chiang Mai vom thailändischen Militär und der DEA verhaftet und ihre Vermögenswertebeschlagnahmt.

15 Verdächtigte wurden später an die USA ausgeliefert. 1996 kam es zu Unstimmigkeiten in der Mong Thai Army.

Kun Sa fädelte einen hinterhältigen Deal mit dem burmesischen Militär Regime ein. Man sicherte ihm persönlich freies Geleit und Freiheit mit allen Annehmlichkeiten in Rangun zu. Seine bis dahin 5000 Mann Einheit (man hatte ihnen auch Freiheit etc. zugesichert) gaben ihre Waffen ab und ergaben sich. Sie merkten schnell, welch fatalen Fehler sie begangen hatten. Sie wurden festgenommen, verschleppt und landeten in den übelsten Gefängnissen Burmas. Ihr großer Führer Kun Sa hatte sie verraten und verkauft.

Trotz eines Kopfgelds der USA in Höhe von zwei Millionen Dollar durch die DEA wurde Khun Sa nicht an die USA ausgeliefert. Er starb am 26. Oktober 2007 in Rangun.

Im kleinen Ort Ban Hin Tek in der Nähe vom Doi Mae Salong, betreibt eine seiner Exfrauen ein kleines sogenanntes Khun Sa Museum. Zuerst wollten wir den Besuch in unser Reiseprogramm aufnehmen, haben es aber dann doch gecancelt. Wen interessiert denn die Behausung solch eines Drogendealers fragten wir uns …

Früher waren die Kuomitang im Opium Business tätig, heute sind sie zivilisierter und bauen ausschließlich Kaffee und Tee an. Unser Mittagessen nehmen wir in einem hervorragenden chinesischen Restaurant ein. Danach geht’s über die kurvenreiche Strecke nach Thaton. Thaton ist eine kleine Stadt am Ufer des Mae Kok Flußes gelegen. Wir übernachten in einem kleinen Resort direkt am Ufer des Flußes.

Thaton – Doi Angkan – Chiang Dao.

Schöne Aussicht vom Doi Angkan….
Schöne Aussicht vom Doi Angkan….

Thaton hat außer 9 übereinander liegenden Tempeln nichts weiter zu bieten. Ok, wir müßen nicht alle 9 Tempel besuchen aber Nummer 3 und 9 sind schon sehenswert. Sehenswert ist auch der Ausblick von Nummer 9. Danach ruft die Piste und die Fahrt geht erst nicht so spannende 30 km über Fang weiter. Nach der Stadt Fang die wir über einen Bypass umfahren geht es steil die Serpentinen hoch zum Doi Angkan. Auf einer kleinen Nebenpiste kommen wir bis an die burmesischen Grenze. Hier befindet sich ein Soldatencamp welches den Grenzverlauf im Auge behält.

Am Nachmittag geht es dann auf einer Nebenstraße kurvenreich zu unserem neuen Ziel. Chiang Dao gelegen am gigantischen Bergmassivs dem Chiang Dao Nationalpark. Hier übernachten wir und genießen bei einem zünftigen Lagerfeuer unser Abendessen.

Chiang Dao – Pai.

Ab heute werden Kurven gefahren bis man schwindelig wird. Es beginnt ein unglaublicher Kurvenspaß. Hunderte Kurven warten auf uns. Die Berge, der blaue Himmel die Kurven was will man als Motorradfahrer mehr. Unterwegs gibt es bei einigen Stops einiges zu sehen, frischen Kaffee und zum Mittag eine herzhafte Nudelsuppe.

Im Huai Nam Dang Nationalpark

Wir durchfahren den Huai Nam Dang Nationalpark. Am Nachmittag erreichen wir Pai. Unser Resort liegt etwas außerhalb der Stadt auf einem Berg. Das Abendessen ist hier absolut Spitze. Der Koch war früher im Sheraton Hotel in Bangkok Chefkoch. Ausklang des Tages am Lagerfeuer mit einigen warmen Drinks. Das Resort hat einen netten Swimmingpool ( mit Rettungsring).

Pai - Mae Hong Son.

Kurven, Serpentinen – Kurven. Auf dieser Strecke gibt es kaum eine längere Gerade. Nach 45 km erreichen wir Soppong. Hier in Soppong ist eine der größten Tropfsteinhöhlen Südostasiens. Tam Lod wird heute auch von unserem Team „ heimgesucht“.

Das man auch mit einer 250 er Kawasaki Enduro flink durch die Kurven fahren kann, zeigt dieser Videoclip.

Expedition in Soppong in der Höhle Tam Lod.

Danach noch einmal 80 km Kurvenrausch. Mae Hon Son erreichen wir am Spätnachmittag. Unser schönes Hotel liegt nicht weit vom Zentrum. Zeit den schönen Tempel Wat Chong Klang zu besuchen. Der Tempel ist im burmesischen Baustil errichtet und sieht bei Dunkelheit besonders schön aus. Unser heutiges Abendessen bekommen wir in einem kleinen Restaurant am Ufer des kleinen Sees in dem sich der Tempel bei Nacht spiegelt.

War Chom Klang bei Nacht… immer wieder ein schöner Anblick.
Wat Chom Klang bei Nacht… immer wieder ein schöner Anblick.

Mae Hon Son – Mae Sariang – Mae Cham.

Zootourismus – nein Danke.

In der Nähe der Stadt Mae Hong Son befindet sich ein Camp bzw. kleines Dorf der Padaung. Bekannt wurden sie durch ihre mit goldenen Metallringen umwickelten Hälse. Der Name Padaung liegt im Ursprung der Sprache der Shan (ethnische Minderheit aus Burma). Diese nennen die Frauen in Anspielung auf den Schmuck Yan Pa Daung („mit glänzendem Metall umwickelte Menschen“). Die Silbe Pa soll für „rundherum“ stehen, Daung „ glänzendes Metall“.[ Diese ethnische Minderheit ist vor (ca. 25 Jahren) bedingt durch militärische Übergriffe auf den Lebensraum der Bergvölker Burmas neben Angehörigen anderer ethnischer Minderheiten auch nach Thailand geflüchtet.

Als wir sie vor ca. knapp über 20 Jahren in ihren Dschungelcamps zufällig trafen, lebten sie noch ein einfaches und friedliches Leben. Dann wurden thailändische Geschäftemacher auf sie aufmerksam. Mit der Zeit verfrachtete man die Padaung ganz in die Nähe von Mae Hong Son. Auf mittlerweile asphaltierten Straßen ist das Dorf leicht zu erreichen. Schon morgens gegen 10.oo werden Touristen massenweise mit Bussen und Pickups zu dem Dorf gekarrt. Man zahlt 300 Baht Eintritt und darf dann das „Menschenzoodorf“ betreten. Nicht selten sieht man schon am Morgen Touristen mit einer Bierflasche bewaffnet, durch das Dorf laufen.

Die Frauen selbst sitzen teilweise an imaginären Webstühlen und verrichten eine Arbeit. Es werden vor jeder Hütte Billigware angeboten, die überall entstanden ist, nur nicht in diesem Dorf. Ware, die als Billigimport aus China und anderen Billigländern stammt. Die Frauen sind nur Mittel, zum Zweck Geld zu machen. Man gibt ihnen nur einen minimalen Betrag des Eintrittsgeldes ab. Der Betrag liegt bei ca. 1500 Baht /30 € im Monat. Ihre Männer bekommen einen (Nahrungsmittelzuschuss) von 260 Baht (ca. 5 Euro) im Monat.

In fast allen Prospekten und Reisebeschreibungen werden sie als „Long Neck“ oder Giraffenhalsfrauen benannt. Der Begriff Giraffe Women („Giraffenfrauen“) gilt als Beleidigung. Sie selbst nannten sich früher Kekawngdu, heute nennen sie nur noch die Stammesbezeichnung Kayan.

Wir waren das letzte Mal im Januar 2013 in dem Dorf. Nur widerwillig sind wir dem Wunsch einiger Tour-Teilnehmer gefolgt und in das Dorf gefahren. Gott sei Dank empfanden diese Teilnehmer nach dem Besuch das gleiche wie wir. Es war für einige ein deprimierendes Gefühl, durch das kleine Dorf zu wandern.

Interessant war dann doch noch eine Begegnung mit einer Padaung Frau. Vor genau 12 Jahren hatten wir sie schon einmal in einem früheren Dorf getroffen und zufällig einige Bilder von ihr gemacht. Damals war sie noch ein junges Mädchen von 11 Jahren. Mittlerweile hat sie 2 Kinder und lebt in dem „Zoo“. Wir sprachen ein wenig mit ihr – auch über das Leben in dieser Umgebung.

Keine Chance weg zu gehen. Von den thailändischen Behörden gibt es keinen Pass und keine ID Card. Es ist ihnen untersagt das Dorf zu verlassen. Nach Burma gibt es kein zurück. Ein traurigesLeben. Mitarbeiter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Thailand kritisierten 2007 die Zoodörfer öffentlich als „Menschenzoos“. Neuseeland und andere Staaten hatten den Padaung Asyl angeboten, doch die thailändische Regierung winkte ab: Sie verweigerte ihnen die Ausreise.

Die Geschäftemacher haben mittlerweile in der Nähe der Stadt Chiang Rai (ca. 600 km entfernt) ein weiteres Padaung Zoo Dorf errichtet. Übrigens wird der Hals nicht durch das anlegen von Ringen verlängert sondern von einer Spirale welche die Schultern mit den Jahren immer weiter nach unten gedrückt.

Wir jedenfalls sind der Ansicht keinen Zootourismus zu unterstützen. Lieber auf 2 Rädern die Gegend erfahren das macht mehr Spaß.

Noch einmal rufen die Kurven.

Entweder geht es heute nach Mae Sariang oder Mae Cham. Beide Zielorte sind nur über kurvenreiche Straßen zu erreichen. Normalerweise tendieren wir zu Mae Cham. Mae Cham liegt am Fuße des höchsten Berges Nordthailands dem Doi Ithanon. Der Doi Ithanon 2565 Meter über dem Meeresspiegel ist nicht nur von unten gesehen imposant.

Mae Cham – Chiang Mai.

Nach einem Frühstück auf der Terrasse unseres netten Hotels geht es nun in den Doi Ithanon Nationalpark. Die Straße windet sich wieder durch enge Serpentinen und Kurven hinauf auf den Doi Ithanon. Noch einmal genießen wir die kühle Luft und die traumhafte Aussicht über die Berglandschaft Nordthailands. Am späten Nachmittag erreichen wir Chiang Mai. Unser Hotel im Herzen der Stadt gelegen gibt allen die Möglichkeit Chiang Mai am letzten Tag nach der Reise zu erkunden.

Was ist zu tun in Chiang Mai ???

  • Relaxen am Swimming-Pool
  • Sehenswürdigkeiten würdigen
  • Elefanten beim Fußballspielen oder beim Malen zusehen
  • Die Schlangenfarm besuchen gehen
  • Gut Essen gehen

Was auch passieren kann...

Das war am Beginn der Reise...
Das war am Beginn der Reise
...um am Ende zum Mönch zu werden.
...um am Ende zum Mönch zu werden.